5. DENK - Berlin (04.11. - 05.11.1996)

Protokoll

 

1.             Begrüßung / Organisatorisches / Neue ENDEVOR-Nutzer

Nach der Begrüßung der Teilnehmer und der Vorstellung der Agenda durch den Vor­stand der DENK wurden folgende organisatorischen Maßnahmen bekanntgegeben:

¨    Die DENK-Datenbank wird weiterhin von H. Raitz (BIK) verwaltet.

¨    Eine Update-Diskette der DENK-Datenbank, sowie das Protokoll der Konferenz werden unaufgefordert nur noch an die Teilnehmer der Konferenz verschickt

¨    Über den Vorstand der DENK können die Unterlagen von anderen Firmen jederzeit angefordert werden.

¨    Herr Gerlich (GENO-RZ) verwaltet die Enhancement der DENK an die Firma CA. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre ENDEVOR-Enhancements zusätzlich an Herrn Gerlich weiterzuleiten.

Als neue ENDEVOR-Nutzer konnten Vertreter der Firmen: CiV-Versicherung, DG-Bank, Bayerische Landesbank, Karstadt AG, sowie der Firma BASF begrüßt werden.

Die CiV-Versicherung hat ENDEVOR seit 1995 für die Source-Verwaltung im Ein­satz. Bereits seit 1991 nutzt die DG-Bank ENDEVOR und zwar vorwiegend zur Source-Verteilung an ihre Rechenzentren. Die Bayerische Landesbank verwaltet seit Anfang 1996 zunächst REXX mit ENDEVOR und wird demnächst NATURAL-Kom­ponenten aufnehmen. Die Karstadt AG wird ENDEVOR als Produktionsübernahme-System im HOST-Bereich einsetzen. Für den PC-Bereich wird das Produkt PVCS ge­nutzt. Die Firma BASF hat z.Zt. ENDEVOR noch nicht eingesetzt und nutzte die Ta­gung als Informationsbörse.

Nach der Vorstellung der neuen Teilnehmer wurde eine Erhebung zu folgenden Fragen durchgeführt:

1.       Die Bearbeitung meiner Request (Erweiterungen) an ENDEVOR durch CA halte ich für ....

2.       Den technischen Support für ENDEVOR halte ich für ....

Jeder Teilnehmer konnte seine Einschätzung durch Punkte auf einer Werteskala von '++' bis '--' markieren.

Die Bearbeitung von Erweiterungen wurde von den Teilnehmer überwiegend negativ beurteilt, während der technische Support vorwiegend positiv bewertet wurde.

2.             Neues zu ENDEVOR / Neues von CA

Herr Zenses berichtete über Neues zu ENDEVOR und CA. Als organisatorische Än­derung gab er bekannt, daß CA neben dem Central Support, den Support beim Kun­den vor Ort verstärken will. Für diesen Aufgabenbereich wird vorwiegend Herr Zimmermann zur Verfügung stehen. Herr Zenses selbst ist in Zukunft für die Groß­kunden-Betreuung bei CA zuständig. Als Leiter des Centralen Supports wurde Herr Katzenberger vorgestellt.

Anschließend stellte Herr Zenses für die ENDEVOR-Produkt-Palette die geplanten Neuerungen vor. Für ENDEVOR/MVS wurden genannt:

¨    GUI Front-End für ENDEVOR/MVS

¨    API für Inventory Informationen

¨    Jahr 2000 Unterstützung

Für ENDEVOR / Workstation

¨    Unterstützung Clients für Windows 95 und NT

¨    Erweiterungen zu EMAKE, EMKMF

¨    Unterstützung von Microsoft Common Source Code Control

Für ENDEVOR Link CA-ELINK

¨    Unterstützung von TCP/IP, Ersatz der LU2-Verbindung

¨    Verschlüsselte Passworte

¨    Performance Verbesserung

Für obige Produkte wurden die aktuellen Releasestände und Wartungsgrenzen be­kanntgegeben.

Produkt

Aktuelle Version

Wartungsgrenzen

ENDEVOR / MVS

3.7.2

Rel. 3.7.0                 bis 30.03.97

ENDEVOR / WS

6.4

Rel. <= 6.4               bis 28.02.97

Rel. 6.02a                bis 31.08.97

ENDEVOR / LINK

3.7.2

Rel. 1.2                    bis 28.02.97

Rel. 3.7.0                 bis 29.03.97

Unter Bezug auf die aktuellen Releasestände wurde von Herrn Dr. Hannemann (BWS) auf gravierende Perfomanceverschlechterungen beim Produkt ENDEVOR/MVS, Release 3.7.2 hingewiesen, deren Ursachen derzeit bei der BWS untersucht werden. Es wurde vereinbart, daß die Ergebnisse der Untersuchung diesem Protokoll beigefügt werden.

Im 2. Teil seines Vortrages stellte Herr Zenses neue, artverwandte Produkte zu ENDEVOR vor. Hier nannte er das Produkt Paradigme, als Unix-basierendes, zen­trales Help-Desk für die Aufnahme und Weiterleitung von Change Orders oder Trouble Tickets. Durch ein Video wurde das neue visionäre UNI-CENTER/TNG als Management of Enterprise - System vorgestellt.

Ein weiteres Produkt ist Software Delivery, als Software  Verteilungstool auf eine Vielzahl von Servern und Clients.

Herr Katzenberger, Leiter des Zentralen technischen Supports, informierte über den organisatorischen Aufbau und Arbeitsweise dieser Abteilung. Die zentrale Hotline dient dabei als Manager für die Verteilung an die jeweiligen Fachgruppen. Über die Hotline sollte bereits eine Bewertung des Problems nach den Bearbeitungsprioritäten von 1 - 4 erfolgen. Er verwies darauf, daß demnächst die Problemannahme direkt durch den Kunden über TCC (Total Client Care) via Compuserve möglich ist. Dieser Service bietet zudem die Möglichkeit, benötigte Fixes direkt herunterzuladen.

Informationen zu ENDEVOR sind im Internet unter der Adresse: WWW.CAI.COM abrufbar.

3.             Einsatz von ENDEVOR bei NUR TOURISTIC GMBH

Herr Porschen berichtete über den Einsatz von ENDEVOR bei der NUR. ENDEVOR löste dort 1993 die Source-Verwaltung mit LIBRARIAN ab. Bei der NUR wird eine 3 Ebenen-Architektur Test, Qualitätssicherung (QS) und Pro­duk­tion verwendet. Die Anwendungsentwicklung erfolgt über eine eigene Oberfläche außer­halb von ENDEVOR. Erst mit der Ebene QS erfolgt der Einsatz von ENDEVOR. Die Environments sind durchgängig in die 3 Systeme 'NUR', 'ADMIN' und 'CFG' unterteilt. Der Notfall-Einsatz wird über ein eigenes Environment durchge­führt. Die Generierungen finden jeweils in der Stage 1 der Environments statt, während in der Stage 2 der Environments Informationen an ein Dictionary weiter­ge­geben werden. Bei der NUR TOURISTIC GMBH wird keine Package-Verarbeitung eingesetzt.


4.             Anregungen / Kritik

Herr Dr. Hannemann berichtete von seiner Teilnahme an der CA-World 96 in New Orleans. Er gab eine Übersicht über die gehörten Vorträge und deren Nutzen für die BWS. Als Resumee aus der CA-World 96 stellte er fest, daß sich das Produkt ENDEVOR/MVS in Zukunft nur langsam weiterentwickeln werde, da lediglich 5 CA-Entwickler das Produkt betreuen. Das Produkt selbst ist seiner Meinung nach strate­gisch abgesichert, Weiterentwicklung wird aber vorwiegend nur im PC-Bereich statt­finden. Nach seiner Auffassung sind es vorrangig USA-Requests, die die Basis für neue Releases bilden.

Bei der anschließenden kurzen Diskussion wurde von den Teilnehmer der Vorstand der DENK beauftragt, über die deutsche eventuell auch europäische Nutzerkonferenz bei CA ein stärkeres Gewicht für die Bearbeitung unserer Requests zu erwirken. Als Anregung wurde der Vorschlag unterbreitet, zur nächsten DENK einen ENDEVOR-Entwickler aus den USA nach Deutschland einzuladen.

Für folgende Themenbereiche wurde von den Teilnehmer Informationsbedarf ange­meldet:

¨    Quick-Edit Rel. 3.7.2

¨    LSERV

¨    ENDEVOR Perfomance

¨    ENDEVOR-Anbindung an ein Dictionary

¨    ENDEVOR + DB2

¨    ENDEVOR + Client/Server

Herr Porschen schlug vor, für die nächste DENK einen externen Referenten zum Thema "Software-Management in verteilten System" einzuladen. Dies wurde von den Teilnehmern begrüßt.

Für die Durchführung von Workshops gab es keine Bedarfsmeldungen.

5.             Status der Enhancements

Herr Gerlich (GENO-RZ) verteilte eine Auflistung aller ihm bekannten Enhancements mit dem derzeitigen Bearbeitungsstatus, die an die Firma Legent bzw. CA gestellt wurden. In diesem Zusammenhang erklärte Herr Katzenberger den Ablauf der Bear­beitung der DAR's (Demand Analysis Requests) bei CA. Diese werden zunächst einem Produkt Owner zugeordnet, der diese reviewed. Anschließend wird der Status des Request festgelegt und dem Kunden mitgeteilt. Der Status eines Request wird unter­teilt in:

F = Future Consideration

R = Rejected

T = Targeted for Release

S = Stabilized

Vor der Realisierung einer neuen Version wird der Request gewichtet u.a. nach den Kriterien Häufigkeit, User-Group die den Request gestellt hat, sowie Erhöhung der Absatzchancen bei Realisierung.

Die Diskussion über Enhancements brachte das Ergebnis, daß Requests, die Ände­rungen am MCF, Masken oder Layouts bedingen, von CA abgelehnt werden. Herr Zenses verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit von "work arounds".

Als Ergebnis wurde festgehalten, daß CA die Enhancement-Liste des Herrn Gerlich um alle derzeitigen ENDEVOR-Enhancements erweitert, den jeweiligen CA-Status festlegt und mit diesem Protokoll verteilt. Gegebenenfalls werden "work arounds" mitgeliefert.


6.             Repositories und Frameworks

Herr Dr. Hannemann faßte in seinem Vortrag die Ergebnisse des OVUM-Reports von 1993 zu Repositories und Frameworks zusammen. Zu Beginn des Vortrags wurden Definitionen zu Framework und Repository, sowie die Gründe für den Einsatz eines Repositories geklärt. Anschließend erläuterte Dr. Hannemann die von Watt Humphreys definierten 5 Maturity Levels (Reifegrade) von Unternehmen, welche mitentscheidend für die Notwendigkeit und die Art der Nutzung eines Repositories in einem Unternehmen sind. Die einzusetzenden Tools werden dabei unterschieden nach I-Case-Tools (alle Komponenten von einem Hersteller) und C-Case-Tools (Komponenten kommen von verschiedenen Herstellern). Der Aufbau von Repositories ist dreigliedrig und beinhaltet die Ebenen Datenmodell, Meta-Modell und Meta-Meta-Modell. Die Ergebnisse eines Produktvergleich der Repositories Maestro (+), Data­manager (-), Team-Connection (--) und DB-Exel (+) mit den im OVUM-Report ge­stellten Kriterien, setzten den Vortrag fort. Abschließend nannte Dr. Hannemann die Einrichtung eines Methoden Administrators, sowie die methodische Entwicklung eines CCM als wichtige vorbereitende Maßnahme für den Einsatz eines Repositories. Für die BWS nannte er als Ziel, alle Daten und Funktionen in einem Repository zu speichern und zu nutzen.

7.             Implementierung der ENDEVOR-Workstation bei der Bayer AG

Herr Reuter berichtete über den Einsatz von ENDEVOR / WS bei der Bayer AG. Das Produkt ist dort seit 1994 installiert, und wurde zur Versionierung von Host-Software und des Einsatzes von Micro-Focus Cobol-Workbench angeschafft. Das Produkt wird lediglich zum Versionieren von Sourcen genutzt. Durch ENDEVOR / WS werden keine Generierungen durchgeführt, so daß zur Make-File Funktion des Produktes keine Aussagen getroffen wurden. Zu Beginn seines Vortrages beschrieb er die einge­setzte Hard- und Software, sowie das Netzumfeld bei der Bayer AG. Anschließend ging er auf verschiedene Fehler und Mängel des Produktes ein. Als gravierenden Mangel stellte sich die Perfomance des Produktes bei Anzeige einer Location heraus. Zusätzlich erschweren Fehler bei der Handhabung der PC-Oberfläche (Fenster / Fehler­meldungen die verschwinden etc.) die Benutzung des Produktes. Als positiv wurde die Durchführung von ENDEVOR-Aktionen beurteilt. Abschließend äußerte Herr Reuter sein Unverständnis darüber, daß trotz dreier Releasewechsel seine im Release 6.0 gemeldeten Fehler nicht behoben worden sind.

Herr Alexy (RBG) bestätigte die Ausführungen von Herrn Reuter, insbesondere was die Vielzahl der Fehler des Produktes betrifft.

8.             Nutzung von ENDEVOR bei der Fiducia

Herr Zorn stellte den Einsatz von ENDEVOR bei der Fiducia vor. Nachdem er das technische Umfeld beschrieben und Aussagen über das Mengengrüst gemacht hatte, beschrieb er die Verfahrensweise zur Programmfreigabe und Verteilung mit ENDEVOR. Drei Environments (ENTWQS, FEVERS, ATPROD) bilden die Grundlage für das Source-Management. Freigaben werden durch Packages durchgeführt. Eine Be­son­derheit stellt ein Bridge-Pool dar, der dem Produktions-Environment vorgelagert ist. Die in dem Pool zwischengespeicherten Packages müssen durch den Produkt-Manager freigezeichnet werden, bevor sie in Stage 1 des Produktions-Environments gebracht werden. Dort werden die Pakete gecastet und anschließend in einem automatisierten Übernahmeverfahren in die Produktion gebracht. Aussagen zum Siche­rungsverfahren bildeten den Abschluß des Vortrags von Herrn Zorn.


9.             Tips & Tricks

Herr Alexy (RBG) verwies auf die Nutzung von ENDEVOR-LIB-Dateien als Basis für Umwandlungslisten, wodurch ein geringer Speicherplatzbedarf als bei anderen Speiche­rungsformen entsteht. Im Zusammenhang mit ELIB-Dateien wurde dann noch auf folgende Aspekte hingewiesen:

¨    Base /Delta sollten auf ELIB-Dateien abeglegt werden.

¨    Eine Mischung von PDS-Dateien und ELIB-Dateien für die Verwaltung von Base/Delta-Dateien ist möglich (eventuell sinnvoll bei Reverse-Speicherung).

¨    Außer für den Einsatz von Source-Output-Dateien, wurde von der Benutzung von PDS/E-Dateien abgeraten.

¨    ELIB-Dateien sollten regelmäßig auf ihre Extension überprüft werden.

Herr Flügel stellte folgende Tips vor:

¨    Aktionen wie Retrieve im Online durch Einsatz des Aufrufs C1BM3000 innerhalb einer REXX

¨    Verfahren zur gezielten Level-Komprimierung in der Produktionsstufe

Herr Sandfuchs (atraxis) machte auf das Tool "MaxRexx" aufmerksam, mit welchem MCF-Files gelesen werden können. Dieses Produkt wird vertrieben von:

Max Software
7745 S. Yukon Way.
Littleton, CO 80123
Tel.: 303-933-5827
Fax : 303-932-0814

Weitere Diskussionspunkte waren:

¨    Format der ENDEVOR-Fehlermeldungen auf CD. CA liefert die CD im Book­manager-Format aus.

¨    Der Package-Cast verhält sich im Batch-Modus anders wie im Online-Modus. Ist das Execution-Window bereits Vergangenheit, wird der Cast für das Package im Batch fehlerfrei durchgeführt.

10.         Themensammlung und Festlegung des Tagungsortes und Termins für die nächste DENK

Die 6. DENK findet am 24/25.04.96 in Tübingen statt.

Als vorläufige Tagungsordnungspunkte wurden festgelegt:

Thema:                                                                  Referent:

ENDEVOR Administration                                      H. Raitz (BIG)

ENDEVOR-Einsatz bei HDV                                  H. Grawitter

ENDEVOR Perfomance                                         BWS

TCC (Total Client Care)                                          H. Katzenberger (CA)

Point in Time Recovery                                           H. Zimmermann (CA)

Software Management in verteilten System               ext. Referent

Münster, 08.11.96

Vorträge

Vortragende(r) Thema Handyout

  
 siehe PDF Datei