22. DENK - Potsdam (05.03 - 06.03.2007)

Protokoll

 

1.      Begrüßung / Organisatorisches

 

Herr Wilhelm Alexy eröffnete die 22. DENK mit der Begrüßung der Teilnehmer und bedankte sich bei CA für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung. Herr Norbert Flügel, Präsident der DENK, begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und ging auf die Agenda der 22. DENK ein. Ferner stellte er die Herren Dr. Andreas Karst (Schriftführer) und Willy Raitz (Webmaster) als weitere Mitwirkende der DENK vor. Von Seiten CA konnten begrüßt werden Frau Sibylle Ritthammer, Herr Rüdiger Marx, Herr Jan van Kan sowie Herr Peter Säckel.

 

 

 

2.      Kurzvorstellung der neuen Teilnehmer

 

Als neue Mitglieder der 22. DENK stellten sich vor:

 

·         Herr Peter Wagner von der SEB AG

·         Herr Walter Heer von der Concordia Krankenkasse

·         Herr Werner Brunner von der Abraxas Informatik AG

·         Herr Joachim Kaltenbach von der SoforTe GmbH

·         Herr Michael Schmidt von der UVD Business Consulting GmbH

·         Herr Max Wälchli von der Zurich Financial Services

·         Herr Klaus Böhme von der Atos Origin GmbH

 

 

 

3.      Workshop,  Erfahrungsaustausch zu ENDEVOR r7

 

·         Herr Rolf Glaß berichtete darüber, dass der Submit eines Jobs mittels Execio über den internal reader seit z/os 1.7 nicht mehr auf die Alternate Id umschaltet. Herr Dr. Karst ergänzte, dass dies bei der ARAG IT auch schon unter ENDEVOR r4 aufgetreten ist. Herr Flügel gab den Tipp, den Jobsubmit mittels IEBGENER auf den internal reader durchzuführen. Da der IEBGENER im Prozessor automatisch auf die Alternate Id umschaltet, wird auch der abgeschickte Job unter der Alternate Id laufen. Dennoch ist festzuhalten, dass seit z/os 1.7 ein Fehler vorliegt. Dazu soll es mittlerweile ein Test PTF geben.

·         Herr Wilhelm Alexy berichtete nochmals von dem Problem unter r7 sp2 mit dem SDSF-Output (unter „o“ im SDSF): Bei einem Compile wurden in r7 sp2 statt 3 Lines 21 Lines angezeigt.

·         Die Auflösung von Symbolen bei zusammengesetzten Dateinamen erfordert manchmal Fehlerhafterweise 3 Punkte.

·         Sp3 ist seit Februar 2007 GA.

·         Es gab Probleme bei der HyperNotification über ENDEVOR r7 sp3: Nicht jeder hat die Mail bekommen. Das lag aber wohl an folgendem Grund: Wenn die Firma noch  nicht auf r7 umgestellt hat, so bekommt sie auch nur Hyper Notifications über das aktuell installierte Release.

·         Herr Jan van Kan wies darauf hin, dass für r7 sp0 und sp1 noch keine SMP/E Maintenance möglich ist. Dies geht erst ab r7 sp2.

·         Firmen, die auf z/os 1.8 upgraden wollen, sollten zuvor bei Herrn Marx die Verträglichkeit mit dem aktuell installierten ENDEVOR Release erfragen.

·         Frau Hackmann Peters berichtete von Problemen der ITERGO beim Test von       r7 sp2:

o        Bei der ITERGO wird standardmäßig von der PROD1 Stage mit einem Move Prozessor nach PROD2 gemoved. Bei einem Move von QUICKFIX2 nach PROD2 wird aber in PROD2 ein Generate Prozessor ausgeführt. Die führt zu  Problemen bei der Delta Bildung der Komponentenlisten level in PROD.

o        Weiterhin gibt es Probleme bei der ACMQ-Anzeige von indirekten Referenzen.

o        Es gab Probleme bei sich gegenseitig überholenden Test PTFs

o        Performance Probleme beim CAST mit der global Typsequence

 

·         Herr Jan van Kan wies darauf hin,  dass die global Typesequence erst ab r7 sp2 eingesetzt  werden sollte. Ferner wies er auf eine Lösung zu diversen CAST Problemen hin (problem number  5052).

·         Herr van Kan wies auch darauf hin, dass Anforderungen von Kunden sich manchmal widersprechen. In diesen Fällen wird meist über die ENCOPTBL oder auch die C1DEFLTS die Lösung der Kundenanforderung als Option zur Verfügung gestellt. Dazu gab er zwei Beispiele:

o        Im ersten Beispiel ging es darum, ob eine Prüfung gegen ein CCID-Dataset immer gemacht werden sollte oder nur für die Systeme, für die die CCID auch verpflichtend ist.

o        Im zweiten Beispiel gab es Kunden, die eine Unterscheidung zwischen Package Cast Security  (PKGCSEC) und dem Security Check für den Inspect brauchten. Daher wird ein Parameter PKGISEC in der C1DEFLTS eingebaut.

Herr van Kan ging noch weiter ein auf storage Probleme: Wenn Fehler wie 878, 80A, U3009 oder STGL auftreten, so sollte umgehend ein SLIP TRAP auf den Job oder die Userid gesetzt werden und ein SVC-Dump an Jan geschickt werden. Er gab auch noch folgende Erklärung: Mit der Angabe von Region=0M erhält ein Job nur soviel Speicher, wie in dem System Exit IEFUSI zugelassen ist. Ferner gilt: Die meisten ENDEVOR Programme laufen noch unterhalb der 16M Line, daher sollte Region=4M oder Region=6M in den meisten Fällen benutzt werden, damit ENDEVOR unterhalb der 16M Line noch genügend Platz hat.

·         Norbert Flügel  ging nochmals ein auf die Fehlerliste von r7 sp2, die er auf der letzten DENK in Mannheim präsentiert hatte.

·         Die Rework Id bei Test PTFs sollte immer kontrolliert werden. Es kann nämlich  auch bei Test PTFs bereits mehrere Versionen geben, was aber über die Rework Id festgestellt werden kann.

·         Herr Alexy schilderte noch, dass der Reorg seiner ELIBS sehr lange läuft. Er äußerte den Wunsch, dass auch ein Online Reorg (ähnlich wie bei VSAM Dateien im IMS) im laufenden Betrieb möglich sein sollte.

 

 

 

 

4.      CAs EITM–Vision – welche Rolle spielt CCM

 

Herr Peter Säckel gab zunächst eine Erklärung des Begriffs EITM: EITM steht für Enterprise IT Management. Dabei soll das gesamte Spektrum der IT integriert betrachtet und beachtet werden. Abschließend gab er noch ein Demo, wie das Auftragsmanagement mit der Realisierung und Erstellung von ENDEVOR Paketen maschinell gekoppelt werden kann.

 

 

 

5.      Development Pipeline for the CA ECM Suite

 

Herr Jan van Kan stellte zunächst die Namen der leitenden verantwortlichen CA-Mitarbeiter (Herrn Terrence Clark, Herrn Prajval Parthasarathy, Herrn Eric Zimmermann und Herrn John Dueckmann) für das CCM vor und ging dann auf die Neuerungen des ENDEVOR r7 sp3 ein: Hier gab es bis auf eine Ausnahme nur Fixes zu r7 sp2 (die Ausnahme ist lediglich die Änderung, dass es für Synchronisationsfehler eine neue Message SMGG117 gibt). Danach präsentierte er die neuen Features von r12. ENDEVOR r12 ist somit eines der wichtigsten Releases aller Zeiten. Als Schlagworte für dieses Release seien hier genannt:

·         Concurrent Action Processing Capability

·         Promotion Packages

·         ISPF Element Selection List Enhancements

·         „LL“ nun auch verfügbar für „Standard“ ENDEVOR

·         Concurrent Development Notificaiton Facility

·         Element delta retention by age

·         Automated element version rolling

·         CSV Utility extensions

·         Processor enhancements

 

 

 

6.      Bind Analyzer in Prozessoren und Impact Analysen bei der Wiener Allianz

 

Herr Johannes Radmann ging im ersten Teil seines Vortrages darauf ein, wie er durch Vergleich der SQL-Zugriffe und Ersetzen des Contokens im DBRM und Precompiler Output für den Fall, dass sich die SQL-Aufrufe nicht unterscheiden, unnötige DB2 - Packagebinds vermeiden kann: Im Schnitt konnte eine Einsparung von 67 % erreicht werden. Im zweiten Teil ging er auf Impact Analysen bei der Wiener Allianz ein, wo durch maschinelle Unterstützung einfach herausgefunden werden kann, welche Programme nach Änderungen von DB2-Tabellen angepackt werden müssen. Hierzu gab Herr Radmann auch noch eine Live-Demo.

 

 

 

7.      ACM und ACMQ – Verwendung in Prozessoren

 

Herr Norbert Flügel zeigte als erstes die grundsätzlichen Möglichkeiten auf, die man mit dem ACMQ hat: Er ging sowohl ein auf die Online - Auswertung über die von CA gelieferten Oberflächen als auch auf die Möglichkeiten, dies via SCL im Batch durchzuführen. Ferner ging er auf die Möglichkeit ein, wie man mittels des CONRELE Utilities die Komponentenlisten beeinflussen kann. Er schilderte die Möglichkeit, wie man ACMQ-Aufrufe in einer Rexx mittels „ADDRESS LINKPGM ‚BC!PACMQ Parm’ “ oder „ISPEXEC SELECT PGM(BC1PACMQ)“ aufrufen kann. Schließlich präsentierte er noch einige Tipps und Anwendungsbeispiele und zeigte, wie man die ACMQ-Aufrufe auch in Prozessoren nutzen kann und welche Konzepte man damit realisieren kann.

 

 

 

8.      Automatisierung und Flexibilisierung im Releasemanagement – ein Fallbeispiel

 

Herr Michael Schmidt schilderte zunächst die Herausforderungen von plattformübergreifendem SCM (Software Configuration Management) und RLM (Releasemanagement). Danach ging er anhand eines Fallbeispieles (Projekt „Allegro“) darauf ein, wie die fachlichen Abhängigkeiten von Programmkomponenten maschinell berücksichtigt wurden.

 

 

9.      Anregungen und Kritik  zur DENK

 

·         Der Termin der großen DENK im März sollte ggf. auch später (Mitte bis Ende März) gelegt werden, falls keiner der Denk-Teilnehmer einen Besuch der CEBIT plant.

·         Das Problem wegen der Alternate Id beim Submit eines Jobs mittels EXECIO auf den Internal Reader sollte nochmals am zweiten Tag diskutiert werden.

·         Die Mittagspause am ersten Tag sollte ggf. auf 13:00 Uhr gelegt werden, damit ein Teil der Vorträge vom Nachmittag auf den Vormittag vorgezogen  werden kann. Dies kann jedoch nur dann geändert werden, wenn alle Teilnehmer  schon rechtzeitig (möglichst sonntags) anreisen. Der Denk-Vorstand wird dies prüfen.

 

 

 

10.  Planungen zum Einsatz von WD4Z und Anbindung an ENDEVOR bei der dwpbank

 

Herr Rolf Glaß ging zunächst auf die Ziele und Vorteile des Einsatzes von WD4Z („IBM Websphere Developer for zSeries“) bei der dwpbank ein. Er schilderte den Projektverlauf der Voruntersuchungen und das, was bislang realisiert ist. Anschließend zeigte er noch einige Screen Shots zu WD4Z. Als PC-Oberfläche zum gemeinsamen Editieren von COBOL, C, C++, PLI, JAVA etc. bietet das Produkt eine einheitliche Oberfläche mit starkem Editor und einem Fenster, wo man „alles auf einen Blick“ hat: Sowohl die Dataset Liste unter 3.4 ist als Fensterausschnitt sichtbar als auch das SDSF, die Source im Editor und das zugehörige Projekt. 

 

 

11.  Clarity Portfolio-Management

 

Herr Peter Säckel ging ein auf die Notwendigkeit eines Portfolio-Managements für die Auftraggeber und Projektleiter und die Notwendigkeit der möglichst  technischen Anbindung des Portfolio-Managements an das Change und Configuration Management. Sodann zeigte er die maschinellen Möglichkeiten des Produktes CA-Clarity im Sinne der Fragestellung: Wie weit ist meine fachliche Anforderung realisiert und in welchem Teststadium befindet sich die Realisierung (herunter gebrochen bis auf einzelne Source Zeilen)?

 

 

12.  Websphere-Deployments unter ENDEVOR

 

Herr Dr. Andreas Karst stellte zunächst die ARAG IT GmbH als IT-Dienstleister für den ARAG Versicherungskonzern vor und erklärte den Harvest- und ENDEVOR- Aufbau bei der ARAG IT. Anschießend ging er in seinem Vortrag auf die Motivation und Vorgeschichte ein, wie es überhaupt zur Anforderung von Websphere-Deployments unter ENDEVOR Kontrolle kam. Schließlich schilderte er das Konzept und ging auf die Technik ein, wie das bei der ARAG IT realisiert ist. Als Frage kam auf, ob bei dem dezentralen Build und global Build unterschiedliche compile Parameter eingegeben werden können. Dies kann an dieser Stelle nachträglich bejaht werden: Beim Compile in Harvest stehen den Entwicklern mehrere Compile Parameter zur Verfügung, deren Defaults sowohl beim Build als auch beim global Build jeweils überschrieben werden können.

 

 

 

13.  Workshop “Front Ends für CA-ENDEVOR”

 

Der Workshop zu “Front Ends für CA-ENDEVOR“ musste auf die nächste DENK verschoben werden, da die Zeit durch die Diskussion folgender Themen ausgefüllt wurde:

 

·         Der Fehler des Nicht-Umschaltens auf die Alternate Id beim Jobsubmit über den internal reader via EXECIO seit z/os 1.7 ist mittlerweile teilweise gelöst mit einem Test PTF (TC15173). Dies wird demnächst GA.

·         Das Problem kann auch dadurch gelöst werden, dass die JCL zunächst in ein temporäres Dataset geschrieben wird und dieses dann mittels IEBGENER auf den internal reader kopiert wird.

·         Herr Jan van Kan bestätigte, dass der Parameter ALLOC=MAP Bestandteil von r12 ist. Noch unklar ist, ob man die Verkettung noch beeinflussen kann.

·         Es kann zu Footprint Error messages beim LL (List Listing) kommen, wenn die Footprints in der Komponentenliste nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Herr van Kan denkt über eine Parameterdatei nach,  in der der Administrator noch sinngemäß eingeben kann: „Wenn die Footprints zu dem Listing Dataset in der Komponentenliste nicht stimmen, versuche noch eine Alternative.“ Dies soll aber nur für das Listing Dataset möglich sein, bei anderen Komponenten und anderen Aktionen wie etwa Delete soll auf jeden Fall eine Fehlermeldung kommen, wenn die Footprints nicht stimmen.

·         Frau Maria Hackmann schilderte Performance Probleme bei der ITERGO: Es gibt einen Master LServ und mehrere Slaves. Speziell der CAST von Paketen dauert auf den Maschinen mit den Slaves etwa 10-mal so lange wie auf der Master LPAR. Herr Flügel ergänzte, dass man die Block Größen bei der XCF Communication laut Beschreibung noch beeinflussen können soll, dass dies in Tests aber nicht funktioniert hat. Herr van Kan will Möglichkeiten prüfen, das I-O Geschäft beim CAST zu reduzieren.

·         Bei der ITERGO gab es mit r7 einen Durchbruch bei der Umstellung von LSQL auf API - Zugriffe: Nun ist es möglich, den API Aufruf nur noch zu Beginn einer Session zu machen und den Shutdown nur noch einmal am Ende, aber trotzdem an die Zwischenergebnisse heran zu kommen.

 

 

 

 

 

14.  Top Ten DARs und PLC

 

Herr Norbert Flügel schilderte zunächst die TOP Ten DARs, die dieses Jahr auf der CA World (22. – 26. April 2007) diskutiert werden. Anschließend ging er nochmals auf die PLCs (Product Line Community) von CA ein: Hier kann sich jedes Mitglied einer Usergroup über das Internet registrieren lassen und bekommt dann direkt von der CA regelmäßig Infos über Neuerungen des Produktes sowie Einladungen zu den  stattfindenden Webcasts. CA hat dazu eine eigene Firma in Illinois gegründet und verspricht sich dadurch auch eine höhere Transparenz. Jede PLC bekommt je nach Anzahl der Member und je nach Aktivität ein bestimmtes Budget, die PLC für ENDEVOR hat derzeit ca. 6000 $. Es ist noch nicht entschieden, was genau damit passiert. Die PLC für ENDEVOR soll die INUGE nicht ersetzen, derzeit ist die PLC aber durch die INUGE Mitglieder besetzt. Durch unterschiedliche Wahlzyklen wird die Besetzung im Laufe der Zeit aber voneinander abweichen.

 

 

15.  Nachtrag zum Protokoll der 21. DENK

 

Im Punkt  „4. Erfahrungen der Anwender mit ENDEVOR r7“ muß es als letztes richtigerweise heißen:

 

„Herr Böhme schilderte noch das Problem, dass der DB2-Bind im Prozessor im

Foreground unterhalb des BC1PTMP0 nicht mehr korrekt funktioniert, da seit r7 nicht

mehr die im Prozessorstep angegebene Steplib gezogen wird, sondern die in der Logon-Prozedur allokierte ISPLLIB durchsucht wird, wo aber DSNLOAD und DSNEXIT eines anderen DB2 eingetragen sind.“

 

16.  Termin, Ort und Themen der nächsten DENK

 

Die nächste DENK findet Anfang bis Mitte März 2008 in Koblenz statt. Als Themen wurden bereits gesammelt:

 

·         Prozessor Modularisierung                                                   à         ITERGO

·         Revisionssichere Verwaltung der ENDEVOR Definitionen        à         ARAG IT

·         Effizientere Verwaltung der ENDEVOR Definitionen                à         Hr. Willy Raitz

·         HFS Support in ENDEVOR                                                  à         NN

·         ENDEVOR Anbindung an WD4Z mit CARMA            à         Hr. Kaltenbach/Geiger

·         Package Processing in eigener Oberfläche                            à         Hr. Grawitter

·         Steuerung von DB2-Binds bei Generate und Move                  à         Hr. Zerfas

·         Strukturdokumentation der Rexx-Shell und der

                  Prozessor-Includes in einem Repository                              à         Fr. Thiel

 

 

 

 

Düsseldorf, im März 2007

Dr. Andreas Karst.

 

Vorträge

Vortragende(r) Thema Handyout

  
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1.      Begrüßung / Organisatorisches

 

Herr Wilhelm Alexy eröffnete die 22. DENK mit der Begrüßung der Teilnehmer und bedankte sich bei CA für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung. Herr Norbert Flügel, Präsident der DENK, begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und ging auf die Agenda der 22. DENK ein. Ferner stellte er die Herren Dr. Andreas Karst (Schriftführer) und Willy Raitz (Webmaster) als weitere Mitwirkende der DENK vor. Von Seiten CA konnten begrüßt werden Frau Sibylle Ritthammer, Herr Rüdiger Marx, Herr Jan van Kan sowie Herr Peter Säckel.

 

 

 

2.      Kurzvorstellung der neuen Teilnehmer

 

Als neue Mitglieder der 22. DENK stellten sich vor:

 

·         Herr Peter Wagner von der SEB AG

·         Herr Walter Heer von der Concordia Krankenkasse

·         Herr Werner Brunner von der Abraxas Informatik AG

·         Herr Joachim Kaltenbach von der SoforTe GmbH

·         Herr Michael Schmidt von der UVD Business Consulting GmbH

·         Herr Max Wälchli von der Zurich Financial Services

·         Herr Klaus Böhme von der Atos Origin GmbH

 

 

 

3.      Workshop,  Erfahrungsaustausch zu ENDEVOR r7

 

·         Herr Rolf Glaß berichtete darüber, dass der Submit eines Jobs mittels Execio über den internal reader seit z/os 1.7 nicht mehr auf die Alternate Id umschaltet. Herr Dr. Karst ergänzte, dass dies bei der ARAG IT auch schon unter ENDEVOR r4 aufgetreten ist. Herr Flügel gab den Tipp, den Jobsubmit mittels IEBGENER auf den internal reader durchzuführen. Da der IEBGENER im Prozessor automatisch auf die Alternate Id umschaltet, wird auch der abgeschickte Job unter der Alternate Id laufen. Dennoch ist festzuhalten, dass seit z/os 1.7 ein Fehler vorliegt. Dazu soll es mittlerweile ein Test PTF geben.

·         Herr Wilhelm Alexy berichtete nochmals von dem Problem unter r7 sp2 mit dem SDSF-Output (unter „o“ im SDSF): Bei einem Compile wurden in r7 sp2 statt 3 Lines 21 Lines angezeigt.

·         Die Auflösung von Symbolen bei zusammengesetzten Dateinamen erfordert manchmal Fehlerhafterweise 3 Punkte.

·         Sp3 ist seit Februar 2007 GA.

·         Es gab Probleme bei der HyperNotification über ENDEVOR r7 sp3: Nicht jeder hat die Mail bekommen. Das lag aber wohl an folgendem Grund: Wenn die Firma noch  nicht auf r7 umgestellt hat, so bekommt sie auch nur Hyper Notifications über das aktuell installierte Release.

·         Herr Jan van Kan wies darauf hin, dass für r7 sp0 und sp1 noch keine SMP/E Maintenance möglich ist. Dies geht erst ab r7 sp2.

·         Firmen, die auf z/os 1.8 upgraden wollen, sollten zuvor bei Herrn Marx die Verträglichkeit mit dem aktuell installierten ENDEVOR Release erfragen.

·         Frau Hackmann Peters berichtete von Problemen der ITERGO beim Test von       r7 sp2:

o        Bei der ITERGO wird standardmäßig von der PROD1 Stage mit einem Move Prozessor nach PROD2 gemoved. Bei einem Move von QUICKFIX2 nach PROD2 wird aber in PROD2 ein Generate Prozessor ausgeführt. Die führt zu  Problemen bei der Delta Bildung der Komponentenlisten level in PROD.

o        Weiterhin gibt es Probleme bei der ACMQ-Anzeige von indirekten Referenzen.

o        Es gab Probleme bei sich gegenseitig überholenden Test PTFs

o        Performance Probleme beim CAST mit der global Typsequence

 

·         Herr Jan van Kan wies darauf hin,  dass die global Typesequence erst ab r7 sp2 eingesetzt  werden sollte. Ferner wies er auf eine Lösung zu diversen CAST Problemen hin (problem number  5052).

·         Herr van Kan wies auch darauf hin, dass Anforderungen von Kunden sich manchmal widersprechen. In diesen Fällen wird meist über die ENCOPTBL oder auch die C1DEFLTS die Lösung der Kundenanforderung als Option zur Verfügung gestellt. Dazu gab er zwei Beispiele:

o        Im ersten Beispiel ging es darum, ob eine Prüfung gegen ein CCID-Dataset immer gemacht werden sollte oder nur für die Systeme, für die die CCID auch verpflichtend ist.

o        Im zweiten Beispiel gab es Kunden, die eine Unterscheidung zwischen Package Cast Security  (PKGCSEC) und dem Security Check für den Inspect brauchten. Daher wird ein Parameter PKGISEC in der C1DEFLTS eingebaut.

Herr van Kan ging noch weiter ein auf storage Probleme: Wenn Fehler wie 878, 80A, U3009 oder STGL auftreten, so sollte umgehend ein SLIP TRAP auf den Job oder die Userid gesetzt werden und ein SVC-Dump an Jan geschickt werden. Er gab auch noch folgende Erklärung: Mit der Angabe von Region=0M erhält ein Job nur soviel Speicher, wie in dem System Exit IEFUSI zugelassen ist. Ferner gilt: Die meisten ENDEVOR Programme laufen noch unterhalb der 16M Line, daher sollte Region=4M oder Region=6M in den meisten Fällen benutzt werden, damit ENDEVOR unterhalb der 16M Line noch genügend Platz hat.

·         Norbert Flügel  ging nochmals ein auf die Fehlerliste von r7 sp2, die er auf der letzten DENK in Mannheim präsentiert hatte.

·         Die Rework Id bei Test PTFs sollte immer kontrolliert werden. Es kann nämlich  auch bei Test PTFs bereits mehrere Versionen geben, was aber über die Rework Id festgestellt werden kann.

·         Herr Alexy schilderte noch, dass der Reorg seiner ELIBS sehr lange läuft. Er äußerte den Wunsch, dass auch ein Online Reorg (ähnlich wie bei VSAM Dateien im IMS) im laufenden Betrieb möglich sein sollte.

 

 

 

 

4.      CAs EITM–Vision – welche Rolle spielt CCM

 

Herr Peter Säckel gab zunächst eine Erklärung des Begriffs EITM: EITM steht für Enterprise IT Management. Dabei soll das gesamte Spektrum der IT integriert betrachtet und beachtet werden. Abschließend gab er noch ein Demo, wie das Auftragsmanagement mit der Realisierung und Erstellung von ENDEVOR Paketen maschinell gekoppelt werden kann.

 

 

 

5.      Development Pipeline for the CA ECM Suite

 

Herr Jan van Kan stellte zunächst die Namen der leitenden verantwortlichen CA-Mitarbeiter (Herrn Terrence Clark, Herrn Prajval Parthasarathy, Herrn Eric Zimmermann und Herrn John Dueckmann) für das CCM vor und ging dann auf die Neuerungen des ENDEVOR r7 sp3 ein: Hier gab es bis auf eine Ausnahme nur Fixes zu r7 sp2 (die Ausnahme ist lediglich die Änderung, dass es für Synchronisationsfehler eine neue Message SMGG117 gibt). Danach präsentierte er die neuen Features von r12. ENDEVOR r12 ist somit eines der wichtigsten Releases aller Zeiten. Als Schlagworte für dieses Release seien hier genannt:

·         Concurrent Action Processing Capability

·         Promotion Packages

·         ISPF Element Selection List Enhancements

·         „LL“ nun auch verfügbar für „Standard“ ENDEVOR

·         Concurrent Development Notificaiton Facility

·         Element delta retention by age

·         Automated element version rolling

·         CSV Utility extensions

·         Processor enhancements

 

 

 

6.      Bind Analyzer in Prozessoren und Impact Analysen bei der Wiener Allianz

 

Herr Johannes Radmann ging im ersten Teil seines Vortrages darauf ein, wie er durch Vergleich der SQL-Zugriffe und Ersetzen des Contokens im DBRM und Precompiler Output für den Fall, dass sich die SQL-Aufrufe nicht unterscheiden, unnötige DB2 - Packagebinds vermeiden kann: Im Schnitt konnte eine Einsparung von 67 % erreicht werden. Im zweiten Teil ging er auf Impact Analysen bei der Wiener Allianz ein, wo durch maschinelle Unterstützung einfach herausgefunden werden kann, welche Programme nach Änderungen von DB2-Tabellen angepackt werden müssen. Hierzu gab Herr Radmann auch noch eine Live-Demo.

 

 

 

7.      ACM und ACMQ – Verwendung in Prozessoren

 

Herr Norbert Flügel zeigte als erstes die grundsätzlichen Möglichkeiten auf, die man mit dem ACMQ hat: Er ging sowohl ein auf die Online - Auswertung über die von CA gelieferten Oberflächen als auch auf die Möglichkeiten, dies via SCL im Batch durchzuführen. Ferner ging er auf die Möglichkeit ein, wie man mittels des CONRELE Utilities die Komponentenlisten beeinflussen kann. Er schilderte die Möglichkeit, wie man ACMQ-Aufrufe in einer Rexx mittels „ADDRESS LINKPGM ‚BC!PACMQ Parm’ “ oder „ISPEXEC SELECT PGM(BC1PACMQ)“ aufrufen kann. Schließlich präsentierte er noch einige Tipps und Anwendungsbeispiele und zeigte, wie man die ACMQ-Aufrufe auch in Prozessoren nutzen kann und welche Konzepte man damit realisieren kann.

 

 

 

8.      Automatisierung und Flexibilisierung im Releasemanagement – ein Fallbeispiel

 

Herr Michael Schmidt schilderte zunächst die Herausforderungen von plattformübergreifendem SCM (Software Configuration Management) und RLM (Releasemanagement). Danach ging er anhand eines Fallbeispieles (Projekt „Allegro“) darauf ein, wie die fachlichen Abhängigkeiten von Programmkomponenten maschinell berücksichtigt wurden.

 

 

9.      Anregungen und Kritik  zur DENK

 

·         Der Termin der großen DENK im März sollte ggf. auch später (Mitte bis Ende März) gelegt werden, falls keiner der Denk-Teilnehmer einen Besuch der CEBIT plant.

·         Das Problem wegen der Alternate Id beim Submit eines Jobs mittels EXECIO auf den Internal Reader sollte nochmals am zweiten Tag diskutiert werden.

·         Die Mittagspause am ersten Tag sollte ggf. auf 13:00 Uhr gelegt werden, damit ein Teil der Vorträge vom Nachmittag auf den Vormittag vorgezogen  werden kann. Dies kann jedoch nur dann geändert werden, wenn alle Teilnehmer  schon rechtzeitig (möglichst sonntags) anreisen. Der Denk-Vorstand wird dies prüfen.

 

 

 

10.  Planungen zum Einsatz von WD4Z und Anbindung an ENDEVOR bei der dwpbank

 

Herr Rolf Glaß ging zunächst auf die Ziele und Vorteile des Einsatzes von WD4Z („IBM Websphere Developer for zSeries“) bei der dwpbank ein. Er schilderte den Projektverlauf der Voruntersuchungen und das, was bislang realisiert ist. Anschließend zeigte er noch einige Screen Shots zu WD4Z. Als PC-Oberfläche zum gemeinsamen Editieren von COBOL, C, C++, PLI, JAVA etc. bietet das Produkt eine einheitliche Oberfläche mit starkem Editor und einem Fenster, wo man „alles auf einen Blick“ hat: Sowohl die Dataset Liste unter 3.4 ist als Fensterausschnitt sichtbar als auch das SDSF, die Source im Editor und das zugehörige Projekt. 

 

 

11.  Clarity Portfolio-Management

 

Herr Peter Säckel ging ein auf die Notwendigkeit eines Portfolio-Managements für die Auftraggeber und Projektleiter und die Notwendigkeit der möglichst  technischen Anbindung des Portfolio-Managements an das Change und Configuration Management. Sodann zeigte er die maschinellen Möglichkeiten des Produktes CA-Clarity im Sinne der Fragestellung: Wie weit ist meine fachliche Anforderung realisiert und in welchem Teststadium befindet sich die Realisierung (herunter gebrochen bis auf einzelne Source Zeilen)?

 

 

12.  Websphere-Deployments unter ENDEVOR

 

Herr Dr. Andreas Karst stellte zunächst die ARAG IT GmbH als IT-Dienstleister für den ARAG Versicherungskonzern vor und erklärte den Harvest- und ENDEVOR- Aufbau bei der ARAG IT. Anschießend ging er in seinem Vortrag auf die Motivation und Vorgeschichte ein, wie es überhaupt zur Anforderung von Websphere-Deployments unter ENDEVOR Kontrolle kam. Schließlich schilderte er das Konzept und ging auf die Technik ein, wie das bei der ARAG IT realisiert ist. Als Frage kam auf, ob bei dem dezentralen Build und global Build unterschiedliche compile Parameter eingegeben werden können. Dies kann an dieser Stelle nachträglich bejaht werden: Beim Compile in Harvest stehen den Entwicklern mehrere Compile Parameter zur Verfügung, deren Defaults sowohl beim Build als auch beim global Build jeweils überschrieben werden können.

 

 

 

13.  Workshop “Front Ends für CA-ENDEVOR”

 

Der Workshop zu “Front Ends für CA-ENDEVOR“ musste auf die nächste DENK verschoben werden, da die Zeit durch die Diskussion folgender Themen ausgefüllt wurde:

 

·         Der Fehler des Nicht-Umschaltens auf die Alternate Id beim Jobsubmit über den internal reader via EXECIO seit z/os 1.7 ist mittlerweile teilweise gelöst mit einem Test PTF (TC15173). Dies wird demnächst GA.

·         Das Problem kann auch dadurch gelöst werden, dass die JCL zunächst in ein temporäres Dataset geschrieben wird und dieses dann mittels IEBGENER auf den internal reader kopiert wird.

·         Herr Jan van Kan bestätigte, dass der Parameter ALLOC=MAP Bestandteil von r12 ist. Noch unklar ist, ob man die Verkettung noch beeinflussen kann.

·         Es kann zu Footprint Error messages beim LL (List Listing) kommen, wenn die Footprints in der Komponentenliste nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Herr van Kan denkt über eine Parameterdatei nach,  in der der Administrator noch sinngemäß eingeben kann: „Wenn die Footprints zu dem Listing Dataset in der Komponentenliste nicht stimmen, versuche noch eine Alternative.“ Dies soll aber nur für das Listing Dataset möglich sein, bei anderen Komponenten und anderen Aktionen wie etwa Delete soll auf jeden Fall eine Fehlermeldung kommen, wenn die Footprints nicht stimmen.

·         Frau Maria Hackmann schilderte Performance Probleme bei der ITERGO: Es gibt einen Master LServ und mehrere Slaves. Speziell der CAST von Paketen dauert auf den Maschinen mit den Slaves etwa 10-mal so lange wie auf der Master LPAR. Herr Flügel ergänzte, dass man die Block Größen bei der XCF Communication laut Beschreibung noch beeinflussen können soll, dass dies in Tests aber nicht funktioniert hat. Herr van Kan will Möglichkeiten prüfen, das I-O Geschäft beim CAST zu reduzieren.

·         Bei der ITERGO gab es mit r7 einen Durchbruch bei der Umstellung von LSQL auf API - Zugriffe: Nun ist es möglich, den API Aufruf nur noch zu Beginn einer Session zu machen und den Shutdown nur noch einmal am Ende, aber trotzdem an die Zwischenergebnisse heran zu kommen.

 

 

 

 

 

14.  Top Ten DARs und PLC

 

Herr Norbert Flügel schilderte zunächst die TOP Ten DARs, die dieses Jahr auf der CA World (22. – 26. April 2007) diskutiert werden. Anschließend ging er nochmals auf die PLCs (Product Line Community) von CA ein: Hier kann sich jedes Mitglied einer Usergroup über das Internet registrieren lassen und bekommt dann direkt von der CA regelmäßig Infos über Neuerungen des Produktes sowie Einladungen zu den  stattfindenden Webcasts. CA hat dazu eine eigene Firma in Illinois gegründet und verspricht sich dadurch auch eine höhere Transparenz. Jede PLC bekommt je nach Anzahl der Member und je nach Aktivität ein bestimmtes Budget, die PLC für ENDEVOR hat derzeit ca. 6000 $. Es ist noch nicht entschieden, was genau damit passiert. Die PLC für ENDEVOR soll die INUGE nicht ersetzen, derzeit ist die PLC aber durch die INUGE Mitglieder besetzt. Durch unterschiedliche Wahlzyklen wird die Besetzung im Laufe der Zeit aber voneinander abweichen.

 

 

15.  Nachtrag zum Protokoll der 21. DENK

 

Im Punkt  „4. Erfahrungen der Anwender mit ENDEVOR r7“ muß es als letztes richtigerweise heißen:

 

„Herr Böhme schilderte noch das Problem, dass der DB2-Bind im Prozessor im

Foreground unterhalb des BC1PTMP0 nicht mehr korrekt funktioniert, da seit r7 nicht

mehr die im Prozessorstep angegebene Steplib gezogen wird, sondern die in der Logon-Prozedur allokierte ISPLLIB durchsucht wird, wo aber DSNLOAD und DSNEXIT eines anderen DB2 eingetragen sind.“

 

16.  Termin, Ort und Themen der nächsten DENK

 

Die nächste DENK findet Anfang bis Mitte März 2008 in Koblenz statt. Als Themen wurden bereits gesammelt:

 

·         Prozessor Modularisierung                                                   à         ITERGO

·         Revisionssichere Verwaltung der ENDEVOR Definitionen        à         ARAG IT

·         Effizientere Verwaltung der ENDEVOR Definitionen                à         Hr. Willy Raitz

·         HFS Support in ENDEVOR                                                  à         NN

·         ENDEVOR Anbindung an WD4Z mit CARMA            à         Hr. Kaltenbach/Geiger

·         Package Processing in eigener Oberfläche                            à         Hr. Grawitter

·         Steuerung von DB2-Binds bei Generate und Move                  à         Hr. Zerfas

·         Strukturdokumentation der Rexx-Shell und der

                  Prozessor-Includes in einem Repository                              à         Fr. Thiel

 

 

 

 

Düsseldorf, im März 2007

Dr. Andreas Karst.