23. DENK - Mannheim (28.11.2007)

Protokoll

 

1.      Begrüßung / Organisatorisches

 

Herr Wilhelm Alexy eröffnete die 23. DENK mit der Begrüßung der Teilnehmer. Herr Norbert Flügel, Präsident der DENK, begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und stellte die Agenda der 23. DENK vor.

 

 

 

2.      Kurzvorstellung der Teilnehmer

 

Als Teilnehmer der 23. DENK stellten sich vor:

 

·         Herr Rolf Glass von der dwp-Bank AG

·         Herr Werner Brunner von der Abraxas Informatik AG

·         Herr Thomas Bertschin von der Baseler Versicherung

·         Herr Dr. Andreas Karst von der ARAG IT GmbH

·         Herr Rüdiger Marx von der CA

·         Herr Jan van Kan von der CA

·         Herrn Prajval Parthasarathy von der CA

·         Herr John Bentley

·         Herr Klaus Böhme von der Atos Origin GmbH

·         Herr Matthias Knoop von der Thomas Cook AG

·         Frau Helga Neidhöfer von der Lufthansa Systems

·         Frau Maria Hackmann-Peters von der ITERGO Informationstechnologie GmbH

·         Herr Uwe Brückersteinkuhl von der ITERGO Informationstechnologie GmbH

·         Herr Wilhelm Alexy von der Fiducia IT AG

·         Herr Norbert Flügel von der ITF Systemberatung

 

Herr Prajval Parthasarathy stellte sich als Leiter der gesamten CCM Produkte der CA vor und ging kurz auf das Development Buddy Programm der CA ein: Ziel der CA ist es, dass Kunden von CA Produkten bei der Entwicklung neuer Releases bereits Alpha- Releases testen und eigene Vorstellungen bei der Weiterentwicklung mit einbringen. Anmelden kann sich jeder Kunde über das Internet. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei, man geht keine Verpflichtungen ein, es finden jedoch mehrfach im Jahr Treffen in den USA und Großbritannien statt. Die Kosten für die Teilnahme an diesen Treffen hat dann aber der Kunde selbst zu tragen. Speziell im ENDEVOR Bereich wünscht die CA noch deutsche Teilnehmer, um international bei der Entwicklung des Produktes ENDEVOR auch deutschen Vorstellungen mehr Gewicht zu geben. Weitergehende Informationen sind zu finden unter   www.ca.com\cadevelopmentbuddy   und http://www.ca.com/us/webcasts/ondemand/item.aspx?e=149285&eis=10 .

 

 

 

3.      ENDEVOR here and beyond, Teil  1

 

 Herr Jan van Kan ging zunächst auf die Problematik der Alternate ID beim Submit von Jobs ein: Mit dem PTF P005154 ergeben sich größere Änderungen im Security Umfeld. Herr van Kan stellte eine Zusammenfassung der zugehörigen technote TEC437550 vor, die hier auch nochmals wiedergegeben werden soll. Es geht dabei um die Userid, die den Owner eines submitteten Jobs aus einem Prozessor heraus darstellt, je nach Ausgangssituation:

 

 

 

 

Submit by

INTRDR_ALTID

Step ALTID=

LGNT$$$I use

Step context

Submitted job context

 

JCL

Off

Y

N/A

Alt-ID

User-ID

 

JCL

Off

N

N/A

User-ID

User-ID

x

JCL

On

Y

N/A

Alt-ID

Alt-ID

 

JCL

On

N

N/A

User-ID

User-ID

 

Rexx

Off

Y

Yes

Alt-ID

User-ID

x

Rexx

Off

Y

No

Alt-ID

Alt-ID

 

Rexx

Off

N

Yes

User-ID

User-ID

 

Rexx

Off

N

No

User-ID

User-ID

x

Rexx

On

Y

Yes

Alt-ID

Alt-ID

 

Rexx

On

Y

No

Alt-ID

User-ID

 

Rexx

On

N

Yes

User-ID

User-ID

 

Rexx

On

N

No

User-ID

User-ID

 

Es schlossen sich einige Diskussionen an, speziell bei der Fragestellung nach dem Owner des submitteten Jobs aus einer Rexx im Prozessor heraus. Herr Dr. Karst berichtete, dass er Jobs durch einen Execio auf den Internal Reader submittet. Nach Apply des oben genannten PTFs lief der submittete Job erst durch folgenden relativ aufwendigen Kunstkniff unter der Alternate ID: Anstatt aus der Rexx heraus direkt die JCL auf den Internal Reader zu schreiben, rief er zunächst eine CLIST zum ALLOC der DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O sowie zum OPEN des DD-Namen LGNT$$$I auf, von dort aus eine weitere „Mini Rexx“, die dann nur den Execio auf den Internal Reader durchführt, danach wurde in der CLIST der DD LGNT$$$I wieder mit CLOSEFILE geschlossen und in die Haupt Rexx zurückgekehrt. Nach Abfrage des RC in der Hauptrexx rief er eine weitere CLIST zum FREE der DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O auf. Man kam zu der Empfehlung, das doch in der Hauptrexx zu versuchen, indem die DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O in der Hauptrexx allokiert werden und LGNT$$$I dann mittels Execio mit einem Satz beschrieben und danach durch Lesen des Satzes geöffnet wird. Herr Dr. Karst will das prüfen.

Herr van Kan sagte noch, dass nach Apply des oben genannten PTFs der RACF Exit ICHRCX01 nicht mehr länger benötigt wird. Die ACMQ-Files werden nun immer mit der Alternate ID geöffnet. Ferner wies er auf neue Einträge in der C1UEXITS hin: Pro Exit kann man nun den Parameter USE_ALTID = N/Y/+ angeben mit folgenden Bedeutungen:

Security context of User Exits and their submitted jobs:

USE_ALTID=N (User-ID)

USE_ALTID=Y (Alt-ID)

USE_ALTID=+ (Alt-ID, including submitted jobs)

 

       Weiterhin empfahl er noch das weitere PTF  P005381. Dieses PTF behebt die Allokationsprobleme, die bei Paketen mit vielen Aktionen aufgetreten sind, wenn im Prozessor bei den SYSOUT Files FREE=CLOSE nicht vollständig überall angegeben ist.

Schließlich sagte Herr van Kan, dass das Release r7 noch bis April 2009 in der Wartung ist.

 

 

 

 

 

 

4.      Software-Entwicklung rund um die Welt

 

     Herr Hubert Bruggraber stellte im großen Auditorium (Veranstaltung der HAT im Rahmen der ca@infoexchange) die Softwareentwicklung bei der AVL vor. Die AVL ist ein österreichisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Motoren und die Simulation von Mess- und Prüftechniken spezialisiert hat. Die AVL betreibt ihre Softwareentwicklung rund um die Welt und demzufolge auch rund um die Uhr. Herr Bruggraber stellte die Infrastruktur vor und ging auch auf die Nutzung von Harvest im Softwareentwicklungsprozess bei der AVL ein. Durch konsequente Nutzung von Harvest konnte der Zeitraum zum Build neuer Releases in den Teststufen von ca. 2 Wochen auf etwa einen Tag verkürzt werden.

 

 

 

5.      ENDEVOR here an beyond, Teil 2

 

Herr Jan van Kan ging im zweiten Teil seines Vortrages auf die neuen Features von ENDEVOR r12 ein. Das Release 12 ist seit Oktober 2007 GA und trägt nun den Namen CA Software Change Manager for Mainfraime  (CA SCM for Mainframe).  Als Neuerungen sind zu nennen:

·       Verbesserte Bedienbarkeit: Es gibt Promotion Packages (ein einziges Paket von Test bis Produktion), Verbesserungen im ISPF Umfeld (PF11 in verschiedenen Panels mit weiteren Informationen, LL auch im Native ENDEVOR) und einen neuen DD Parameter ALLOC=LMAP / PMAP (automatische Ergänzung der Verkettung).

·       Verbesserte Performance: Durch Concurrent Action Processing bei Batchjobs, in Paketen und bei API-initiierten Aktionen kann die Elapsed Time bei Sammelaktionen mit vielen Moves um bis zu 70 % verkürzt werden.

·       Weitere Enhancements: Durch „Automatic Element Version Rolling“ (nach 01.99 kommt nun automatisch 02.00) entfällt die 99-Level-Problematik (Maximum ist nun 9999), es gibt eine „Element Delta Level Retention by Age“ (Level, die ein bestimmtes Alter überschreiten, werden automatisch gelöscht) und es gibt Verbesserung beim CSV Data Extract.

·       Verbesserungen bei der Installation: Auch Servicepacks sind nun Vollinstallationen.

·       Verbesserungen bei der Alternate Id (s.o. Teil 1)

·       Verbesserungen bei der Dokumentation (verbesserter User Guide und verbesserter Installation Guide)

·       Keine Konvertierung von Daten beim Wechsel von r7 nach r12 erforderlich

·       Beim Rückgang von r12 nach r7: Promotion Packages müssen wieder gelöscht werden, Elemente mit Level größer 99 müssen durch geeignete Mechanismen (Transfer)  wieder ein Level kleiner als 99 erhalten und die Parameter ALLOC=LMAP / PMAP müssen wieder aus den Prozessoren entfernt werden.

Anschließend präsentierte Jan van Kan noch einige Live Demos zu Promotion Packages und zu den ISPF Verbesserungen.

 

 

 

6.      Meet the experts

 

Herr Jan van Kan gab Antwort zu den folgenden Fragen:

Q.:.           Was sind USERMODs?

A.:             USERMOD steht für User-Modification und ist ein Begriff aus SMP/E. Durch entsprechende Eintragungen kann dann etwa beim Empfang eines neuen Macros dafür gesorgt werden, dass alle übergeordneten Komponenten automatisch neu assembliert und gelinkt werden.

 

Q.:            Funktioniert der PDM auch in r12, mit den neuen Leveln?

A.:             Ja.

 

Q.:            Sind bei r12 weniger Probleme zu erwarten als bei r7?

A.:            Das Release sollte wesentlich stabiler sein, muss aber trotzdem sorgfältig vor Produktivsetzung getestet werden.

 

Herr Glass berichtete noch von Problemen, die nach dem Upgrade auf r7 sp3 aufgetreten sind: Einerseits gab es Probleme beim Substringing von Symbolics, andererseits hat der Aufruf von C1BM3000 im Prozessor nicht mehr funktioniert. Das führte dazu, dass er wieder auf r7 sp2 zurückgehen musste. Mittlerweile gibt es allerdings dazu ein Hyper PTF.

 

R7 sp4 wird in den nächsten Wochen GA.

 

Herr Flügel berichtete noch von Problemen beim Cast von Paketen: In einer Firma wird ein Probecast über eine ganzes Release gemacht, um auf Vollständigkeit zu prüfen. Seit r7 sp3 bricht der CAST jedoch ab und zeigt die Fehlermeldungen der Vollständigkeitsprüfung nicht mehr an, wenn Elemente noch von anderen Paketen gelockt sind. Von CA hatte er dazu die Empfehlung bekommen, einen DAR zu eröffnen.

 

Herr van Kan warb nochmals für das schon erwähnte CA Development Buddy Programm und bat darum, ihm ein Email zu schicken, falls man sich anmeldet.

 

 

7.      Bericht von der CARE und der CA Word 2007

 

Herr Norbert Flügel verteilte zunächst T-Shirts und Kugelschreiber von der I-NUGE und berichtete dann von der CARE und CA-World 2007. Die CARE fand statt von 21.04. – 22.04.2007, die CA - World vom 22.- 26.04.2007. Die nächste CA - World findet erst wieder statt vom 16.11. – 20.11.2008. Dies hat möglicherweise Auswirkungen auf die Termine der ca@infoexchange und damit auch auf die der DENK, dies wird aber erst in Zukunft absehbar.

Neu auf der diesjährigen CA – World war eine Life Cycle Management User Group, die aber nicht als Konkurrenz zur I-NUGE anzusehen ist.

Die Website der I-NUGE hat nun auch einen Weblog.

Herr Flügel berichtete noch von dem Gesetz SOX aus den USA: Dies ist ein Gesetz zur Zertifizierung von EDV–Produkten, und hieraus resultieren auch so abstruse Interpretationen wie „Ein ADD darf nur noch vom Administrator durchgeführt werden“.  Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das in Deutschland haben wird.

Weitere Informationen findet man im Internet unter 

http://ca.com/caworld , http://agendas.ca.com/agendas , www.inuge.com

 

Herr Wilhelm Alexy berichtete zum Schluss noch kurz darüber, wie er ältere Lademodulstände über ein eigenes Verfahren aus den Komponentenlisten wiederherstellen kann. Allgemein wurde begrüßt, dass er darüber bei der kommenden DENK einen ausführlichen Vortrag halten will.

 

 

 

8.      Termin der nächsten DENK

 

Die nächste DENK findet ab vom 16.03. – 18.03.2008  in Koblenz statt.

 

 

 

 

Düsseldorf, im Dezember 2007

Dr. Andreas Karst.

 

Vorträge

Vortragende(r) Thema Handyout

  
 siehe ZIP Datei  
   
   
   
   
   


1.      Begrüßung / Organisatorisches

 

Herr Wilhelm Alexy eröffnete die 23. DENK mit der Begrüßung der Teilnehmer. Herr Norbert Flügel, Präsident der DENK, begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und stellte die Agenda der 23. DENK vor.

 

 

 

2.      Kurzvorstellung der Teilnehmer

 

Als Teilnehmer der 23. DENK stellten sich vor:

 

·         Herr Rolf Glass von der dwp-Bank AG

·         Herr Werner Brunner von der Abraxas Informatik AG

·         Herr Thomas Bertschin von der Baseler Versicherung

·         Herr Dr. Andreas Karst von der ARAG IT GmbH

·         Herr Rüdiger Marx von der CA

·         Herr Jan van Kan von der CA

·         Herrn Prajval Parthasarathy von der CA

·         Herr John Bentley

·         Herr Klaus Böhme von der Atos Origin GmbH

·         Herr Matthias Knoop von der Thomas Cook AG

·         Frau Helga Neidhöfer von der Lufthansa Systems

·         Frau Maria Hackmann-Peters von der ITERGO Informationstechnologie GmbH

·         Herr Uwe Brückersteinkuhl von der ITERGO Informationstechnologie GmbH

·         Herr Wilhelm Alexy von der Fiducia IT AG

·         Herr Norbert Flügel von der ITF Systemberatung

 

Herr Prajval Parthasarathy stellte sich als Leiter der gesamten CCM Produkte der CA vor und ging kurz auf das Development Buddy Programm der CA ein: Ziel der CA ist es, dass Kunden von CA Produkten bei der Entwicklung neuer Releases bereits Alpha- Releases testen und eigene Vorstellungen bei der Weiterentwicklung mit einbringen. Anmelden kann sich jeder Kunde über das Internet. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei, man geht keine Verpflichtungen ein, es finden jedoch mehrfach im Jahr Treffen in den USA und Großbritannien statt. Die Kosten für die Teilnahme an diesen Treffen hat dann aber der Kunde selbst zu tragen. Speziell im ENDEVOR Bereich wünscht die CA noch deutsche Teilnehmer, um international bei der Entwicklung des Produktes ENDEVOR auch deutschen Vorstellungen mehr Gewicht zu geben. Weitergehende Informationen sind zu finden unter   www.ca.com\cadevelopmentbuddy   und http://www.ca.com/us/webcasts/ondemand/item.aspx?e=149285&eis=10 .

 

 

 

3.      ENDEVOR here and beyond, Teil  1

 

 Herr Jan van Kan ging zunächst auf die Problematik der Alternate ID beim Submit von Jobs ein: Mit dem PTF P005154 ergeben sich größere Änderungen im Security Umfeld. Herr van Kan stellte eine Zusammenfassung der zugehörigen technote TEC437550 vor, die hier auch nochmals wiedergegeben werden soll. Es geht dabei um die Userid, die den Owner eines submitteten Jobs aus einem Prozessor heraus darstellt, je nach Ausgangssituation:

 

 

 

 

Submit by

INTRDR_ALTID

Step ALTID=

LGNT$$$I use

Step context

Submitted job context

 

JCL

Off

Y

N/A

Alt-ID

User-ID

 

JCL

Off

N

N/A

User-ID

User-ID

x

JCL

On

Y

N/A

Alt-ID

Alt-ID

 

JCL

On

N

N/A

User-ID

User-ID

 

Rexx

Off

Y

Yes

Alt-ID

User-ID

x

Rexx

Off

Y

No

Alt-ID

Alt-ID

 

Rexx

Off

N

Yes

User-ID

User-ID

 

Rexx

Off

N

No

User-ID

User-ID

x

Rexx

On

Y

Yes

Alt-ID

Alt-ID

 

Rexx

On

Y

No

Alt-ID

User-ID

 

Rexx

On

N

Yes

User-ID

User-ID

 

Rexx

On

N

No

User-ID

User-ID

 

Es schlossen sich einige Diskussionen an, speziell bei der Fragestellung nach dem Owner des submitteten Jobs aus einer Rexx im Prozessor heraus. Herr Dr. Karst berichtete, dass er Jobs durch einen Execio auf den Internal Reader submittet. Nach Apply des oben genannten PTFs lief der submittete Job erst durch folgenden relativ aufwendigen Kunstkniff unter der Alternate ID: Anstatt aus der Rexx heraus direkt die JCL auf den Internal Reader zu schreiben, rief er zunächst eine CLIST zum ALLOC der DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O sowie zum OPEN des DD-Namen LGNT$$$I auf, von dort aus eine weitere „Mini Rexx“, die dann nur den Execio auf den Internal Reader durchführt, danach wurde in der CLIST der DD LGNT$$$I wieder mit CLOSEFILE geschlossen und in die Haupt Rexx zurückgekehrt. Nach Abfrage des RC in der Hauptrexx rief er eine weitere CLIST zum FREE der DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O auf. Man kam zu der Empfehlung, das doch in der Hauptrexx zu versuchen, indem die DD-Namen LGNT$$$I und LGNT$$$O in der Hauptrexx allokiert werden und LGNT$$$I dann mittels Execio mit einem Satz beschrieben und danach durch Lesen des Satzes geöffnet wird. Herr Dr. Karst will das prüfen.

Herr van Kan sagte noch, dass nach Apply des oben genannten PTFs der RACF Exit ICHRCX01 nicht mehr länger benötigt wird. Die ACMQ-Files werden nun immer mit der Alternate ID geöffnet. Ferner wies er auf neue Einträge in der C1UEXITS hin: Pro Exit kann man nun den Parameter USE_ALTID = N/Y/+ angeben mit folgenden Bedeutungen:

Security context of User Exits and their submitted jobs:

USE_ALTID=N (User-ID)

USE_ALTID=Y (Alt-ID)

USE_ALTID=+ (Alt-ID, including submitted jobs)

 

       Weiterhin empfahl er noch das weitere PTF  P005381. Dieses PTF behebt die Allokationsprobleme, die bei Paketen mit vielen Aktionen aufgetreten sind, wenn im Prozessor bei den SYSOUT Files FREE=CLOSE nicht vollständig überall angegeben ist.

Schließlich sagte Herr van Kan, dass das Release r7 noch bis April 2009 in der Wartung ist.

 

 

 

 

 

 

4.      Software-Entwicklung rund um die Welt

 

     Herr Hubert Bruggraber stellte im großen Auditorium (Veranstaltung der HAT im Rahmen der ca@infoexchange) die Softwareentwicklung bei der AVL vor. Die AVL ist ein österreichisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Motoren und die Simulation von Mess- und Prüftechniken spezialisiert hat. Die AVL betreibt ihre Softwareentwicklung rund um die Welt und demzufolge auch rund um die Uhr. Herr Bruggraber stellte die Infrastruktur vor und ging auch auf die Nutzung von Harvest im Softwareentwicklungsprozess bei der AVL ein. Durch konsequente Nutzung von Harvest konnte der Zeitraum zum Build neuer Releases in den Teststufen von ca. 2 Wochen auf etwa einen Tag verkürzt werden.

 

 

 

5.      ENDEVOR here an beyond, Teil 2

 

Herr Jan van Kan ging im zweiten Teil seines Vortrages auf die neuen Features von ENDEVOR r12 ein. Das Release 12 ist seit Oktober 2007 GA und trägt nun den Namen CA Software Change Manager for Mainfraime  (CA SCM for Mainframe).  Als Neuerungen sind zu nennen:

·       Verbesserte Bedienbarkeit: Es gibt Promotion Packages (ein einziges Paket von Test bis Produktion), Verbesserungen im ISPF Umfeld (PF11 in verschiedenen Panels mit weiteren Informationen, LL auch im Native ENDEVOR) und einen neuen DD Parameter ALLOC=LMAP / PMAP (automatische Ergänzung der Verkettung).

·       Verbesserte Performance: Durch Concurrent Action Processing bei Batchjobs, in Paketen und bei API-initiierten Aktionen kann die Elapsed Time bei Sammelaktionen mit vielen Moves um bis zu 70 % verkürzt werden.

·       Weitere Enhancements: Durch „Automatic Element Version Rolling“ (nach 01.99 kommt nun automatisch 02.00) entfällt die 99-Level-Problematik (Maximum ist nun 9999), es gibt eine „Element Delta Level Retention by Age“ (Level, die ein bestimmtes Alter überschreiten, werden automatisch gelöscht) und es gibt Verbesserung beim CSV Data Extract.

·       Verbesserungen bei der Installation: Auch Servicepacks sind nun Vollinstallationen.

·       Verbesserungen bei der Alternate Id (s.o. Teil 1)

·       Verbesserungen bei der Dokumentation (verbesserter User Guide und verbesserter Installation Guide)

·       Keine Konvertierung von Daten beim Wechsel von r7 nach r12 erforderlich

·       Beim Rückgang von r12 nach r7: Promotion Packages müssen wieder gelöscht werden, Elemente mit Level größer 99 müssen durch geeignete Mechanismen (Transfer)  wieder ein Level kleiner als 99 erhalten und die Parameter ALLOC=LMAP / PMAP müssen wieder aus den Prozessoren entfernt werden.

Anschließend präsentierte Jan van Kan noch einige Live Demos zu Promotion Packages und zu den ISPF Verbesserungen.

 

 

 

6.      Meet the experts

 

Herr Jan van Kan gab Antwort zu den folgenden Fragen:

Q.:.           Was sind USERMODs?

A.:             USERMOD steht für User-Modification und ist ein Begriff aus SMP/E. Durch entsprechende Eintragungen kann dann etwa beim Empfang eines neuen Macros dafür gesorgt werden, dass alle übergeordneten Komponenten automatisch neu assembliert und gelinkt werden.

 

Q.:            Funktioniert der PDM auch in r12, mit den neuen Leveln?

A.:             Ja.

 

Q.:            Sind bei r12 weniger Probleme zu erwarten als bei r7?

A.:            Das Release sollte wesentlich stabiler sein, muss aber trotzdem sorgfältig vor Produktivsetzung getestet werden.

 

Herr Glass berichtete noch von Problemen, die nach dem Upgrade auf r7 sp3 aufgetreten sind: Einerseits gab es Probleme beim Substringing von Symbolics, andererseits hat der Aufruf von C1BM3000 im Prozessor nicht mehr funktioniert. Das führte dazu, dass er wieder auf r7 sp2 zurückgehen musste. Mittlerweile gibt es allerdings dazu ein Hyper PTF.

 

R7 sp4 wird in den nächsten Wochen GA.

 

Herr Flügel berichtete noch von Problemen beim Cast von Paketen: In einer Firma wird ein Probecast über eine ganzes Release gemacht, um auf Vollständigkeit zu prüfen. Seit r7 sp3 bricht der CAST jedoch ab und zeigt die Fehlermeldungen der Vollständigkeitsprüfung nicht mehr an, wenn Elemente noch von anderen Paketen gelockt sind. Von CA hatte er dazu die Empfehlung bekommen, einen DAR zu eröffnen.

 

Herr van Kan warb nochmals für das schon erwähnte CA Development Buddy Programm und bat darum, ihm ein Email zu schicken, falls man sich anmeldet.

 

 

7.      Bericht von der CARE und der CA Word 2007

 

Herr Norbert Flügel verteilte zunächst T-Shirts und Kugelschreiber von der I-NUGE und berichtete dann von der CARE und CA-World 2007. Die CARE fand statt von 21.04. – 22.04.2007, die CA - World vom 22.- 26.04.2007. Die nächste CA - World findet erst wieder statt vom 16.11. – 20.11.2008. Dies hat möglicherweise Auswirkungen auf die Termine der ca@infoexchange und damit auch auf die der DENK, dies wird aber erst in Zukunft absehbar.

Neu auf der diesjährigen CA – World war eine Life Cycle Management User Group, die aber nicht als Konkurrenz zur I-NUGE anzusehen ist.

Die Website der I-NUGE hat nun auch einen Weblog.

Herr Flügel berichtete noch von dem Gesetz SOX aus den USA: Dies ist ein Gesetz zur Zertifizierung von EDV–Produkten, und hieraus resultieren auch so abstruse Interpretationen wie „Ein ADD darf nur noch vom Administrator durchgeführt werden“.  Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das in Deutschland haben wird.

Weitere Informationen findet man im Internet unter 

http://ca.com/caworld , http://agendas.ca.com/agendas , www.inuge.com

 

Herr Wilhelm Alexy berichtete zum Schluss noch kurz darüber, wie er ältere Lademodulstände über ein eigenes Verfahren aus den Komponentenlisten wiederherstellen kann. Allgemein wurde begrüßt, dass er darüber bei der kommenden DENK einen ausführlichen Vortrag halten will.

 

 

 

8.      Termin der nächsten DENK

 

Die nächste DENK findet ab vom 16.03. – 18.03.2008  in Koblenz statt.

 

 

 

 

Düsseldorf, im Dezember 2007

Dr. Andreas Karst.